Was ist eigentlich Recycling?

Recycling bezeichnet den Prozess, bei dem Abfall wiederverwertet wird. Dieser wird dabei zu so genannten Sekundärrohstoffen, die zur Herstellung neuer Produkte wiederverwendet werden können. Häufig geht die Qualität des Materials beim Recycling-Prozess verloren – es geht aber auch anders!

Wie wichtig das Wiederverwenden von Rohstoffen für den Schutz von Mensch und Umwelt ist, wird immer deutlicher. Selbst die größten Klimasünder sehen mittlerweile ein, dass es nicht so weitergehen kann wie bisher. Unsere natürlichen Ressourcen sind begrenzt, Rohstoffe werden weltweit immer knapper und somit alternative Quellen immer wichtiger.

Was bei Glas und Papier schon recht gut funktioniert, nämlich das Aufbereiten zu qualitativ hochwertigen Recyclingprodukten, soll daher künftig auch bei Kunststoffen selbstverständlich sein. Dafür setzt sich die Recyclat-Initiative von Werner & Mertz mit seinen Partnern aktiv ein. Allein im Gelben Sack landen rund 120.000 Tonnen PET-Abfall pro Jahr. Das ist eine Menge wertvoller Rohstoffe, die man wieder nutzen kann. Und zwar in Form von hochwertigem „Recyclat“, das zur Herstellung neuer Produkte wiederverwertet werden kann. Upcycling im besten Sinne.

Doch das Recycling von Kunststoffen ist gar nicht so einfach. Die vielen gemischten Kunststoffabfälle aus dem Gelben Sack wurden deswegen bisher meist nur minderwertig recycelt und zu Kunststoff-Gebrauchsgegenständen verarbeitet, die nach der Nutzung keine Möglichkeit zur Wiederverwendung geboten haben. Andere gesammelte Kunststoffverpackungen werden „thermisch verwertet“, also zur Energiegewinnung durch Verbrennung genutzt. In Konsequenz bedeutet dies eine Verschwendung wertvollen Rohöls und ein unnötiger Anstieg der Emissionsbelastung durch CO2.

Innerhalb der Recyclat-Initiative wurde eine Technologie entwickelt, die effektives Recyling von PET-Kunststoffabfällen aus dem Gelben Sack und die Schaffung eines nachhaltigen Materialkreislaufs möglich macht. Das Grüne Punkt stellt das Altplastik aus dem Gelben Sack dafür bereit und macht erste Wiederaufbereitungsschritte. Mithilfe von hochmodernen Sortieranlagen werden die Kunststoffabfälle mittels Laser-Spektroskopie sortenrein gefiltert und können somit hochwertig wiederverarbeitet werden - ohne Qualitätsverlust. Das gewährleistet eine echte Kreislaufwirtschaft! Aus einer Spülmittelflasche kann so auch wieder eine Spülmittelflasche werden. Bei den Verbrauchern ist das Thema Nachhaltigkeit längst etabliert: Die Akzeptanz in der Bevölkerung, was das Recycling betrifft, ist statistisch erwiesen: Rund 80 % der Deutschen halten Recycling für die wichtigste strategische Maßnahme zur langfristigen Rohstoffversorgung der nationalen Wirtschaft. Dies ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungs- Wasser- und Rohstoffwirtschaft e.V. (BDE). Danach bewerteten 97 % der Befragten Recycling und die Herstellung von Sekundärrohstoffen aus dem in Deutschland anfallenden Müll als sehr wichtig.

Wenn dann noch durch neue politische Rahmenbedingungen die wirtschaftliche Attraktivität des PET-Recyclings deutlich zunimmt, könnte dies mittelfristig dazu führen, was beim Wertstoff Aluminium schon erfolgreich vor Jahren gelungen ist: Auf kaum einer Deponie existiert noch ein Aluminium-Problem, da sich weltweit herumgesprochen hat, dass sich Recycling von zum Beispiel Alu-Dosen auch finanziell lohnt und sich die Menschen um diesen Wertstoff kümmern.